Silvester Bilder 2018 / 2019

Das jährliche Silvesterfeuerwerk ist schön anzusehen und schwer zu fotografieren. Ohne Stativ und lange Belichtungszeiten ist das Ergebnis meist enttäuschend. Wir haben alle Tipps für ein perfektes Feuerwerksfoto und eine Auswahl von besonders gelungenen Silvester Bildern für Sie zusammen gestellt.

Silvester Bilder im Überblick

Silvester Bilder „Feuerwerk“

Silvester Bilder „Wunderkerzen“

So fotografiert man ein Feuerwerk

Die richtige Ausrüstung
Für perfekte Bilder wird eine Kamera benötigt, bei der sich manuelle Einstellungen vornehmen lassen. Das Feuerwerk kann man mit Weitwinkel- oder Teleobjektiv fotografieren. Falls es keine Möglichkeit gibt, die Kamera aufzulegen, wird unbedingt ein Stativ benötigt.

Richtig Belichten
Viele Kameras verfügen über einen Feuerwerksmodus, bei dem die geeigneten Einstellungen bereits vorgegeben sind. Mehr Optimierungsmöglichkeiten hat man aber im manuellen Modus. Hier sollten Sie folgende Einstellungen beachten:

  • Blitz:
    Den Blitz kann man getrost abstellen, denn der bringt nur was, wenn nahe gelegene Motive damit ausgeleuchtet werden. In den Himmel zu blitzen ist dementsprechend nicht sinnvoll und verschlechtert eher das Ergebnis. Um das Bild hell genug zu bekommen, muss man mit Blende, ISO-Wert und Belichtungszeit arbeiten.
  • ISO-Wert:
    Je höher der ISO-Wert, desto heller wird das Bild, aber desto schlechter wird auch die Bildqualität. Am Besten ist ein ISO-Wert von 100 oder 200. Falls man über die Blenden- und Belichtungszeiteinstellungen nicht genug Helligkeit bekommt, kann man den ISO notfalls höher stellen, auf maximal 800.
  • Blende:
    Je kleiner der Blendenwert, umso weiter ist die Blende geöffnet und umso heller wird das Bild. Allerdings geht bei kleinen Blendenwerten die Tiefenschärfe verloren. Optimal für Fotos vom Feuerwerk ist also ein mittlerer Blendenwert zwischen 8-11. Wird das Foto zu dunkel, kann man die Blendenzahl verringern.
  • Belichtungszeit:
    Für Feuerwerk-Fotos benötigt man wie für alle Nachtaufnahmen eine längere Belichtungszeit, damit das Bild ausreichend hell ist. In der Regel fotografiert man mit einer Belichtungszeit zwischen 2-8 Sekunden, man kann aber auch bis zu mehreren Minuten belichten.
    Hier muss man bedenken, dass eine längere Belichtungszeit beim Feuerwerk nicht nur mehr Helligkeit bringt, sondern auch das Motiv verändert. So werden zum Beispiel bei einer Belichtungszeit von 2 Sekunden nur die Raketen abgebildet, die gerade am Himmel explodieren, bei 30 Sekunden werden auch hintereinaner folgende Feuerwerkskörper ins gleiche Bild „eingebrannt“.
    Belichtet man sehr lange, ist es sinnvoll, die Linse abzudecken und nur zu öffnen, wenn eine besonders schöne Rakete explodiert. Ansonsten lagern sich auf dem Foto zu viele Motive übereinander ab. Die Länge der Belichtungszeit sollte also vor allem auf die Effekte abzielen. Die Helligkeit muss man dementsprechend in erster Linie über die Blende und notfalls über den ISO-Wert steuern.

Am Besten starten Sie mit folgenden Einstellungen:

  • ISO 100
  • Blende 8
  • Belichtungszeit 4 sec

Nicht verwackeln
Bei Belichtungszeiten von mehreren Sekunden ist es selbst für Profis unmöglich, die Kamera absolut ruhig in der Hand zu halten. Am Besten verwendet man ein Stativ. Ist keins zur Hand, muss man die Kamera irgendwo auflegen, wo sie gerade, sicher und wackelfrei steht. Um beim Abdrücken nicht zu verwackeln, am besten einen Fernauslöser verwenden oder alternativ den Selbstauslöser (vorher die Verzögerung von den üblichen 10 Sekunden auf den kleinsten Wert einstellen, in der Regel sind das 2 Sekunden).

Der Autofokus eignet sich für Feuerwerksaufnahmen nicht, denn bis die Kamera scharf gestellt hat, ist die Rakete schon wieder erloschen. Man muss also manuell fokussieren, am Besten bei den ersten Raketen und die Einstellungen dann beibehalten. Am einfachsten ist es, denn Fokus auf unendlich zu stellen.

Sonstige Einstellungen

  • Stellen Sie Ihre Kamera am Besten auf die Serienbild-Funktion. Da die Motive schnell wechseln, erhöht sich so die Wahrscheinlichkeit, den perfekten Moment zu erwischen
  • Wenn Ihre Kamera nur über einen digitalen Zoom verfügt, sollten sie nicht zu sehr zoomen, da die Bildqualität darunter leidet (das gilt nicht für optischen Zoom)
  • Bei Fotos vom Feuerwerk funktioniert der automatische Weissabgleich (AWB) in der Regel wunderbar, so dass hier keine besonderen Einstellungen notwendig sind

Der richtige Standort

  • Das wichtigste ist ein guter Blick auf das Feuerwerk, also am Besten einen erhöhten Standpunkt wählen
  • Darauf achten, dass kein direktes Licht wie zum Beispiel von Straßenlaternen beim Fotografieren stört (notfalls die Kamera mit schwarzer Pappe vom Licht abschirmen)
  • Die Kamera sollte so aufgestellt sein, dass einem niemand vor die Linse laufen kann
  • Am Standort selbst sollte möglichst wenig geböllert werden, da dies zu Rauchentwicklung führt und die Fotos so vernebelt werden
  • Perfekt ist es, wenn der Standort auch noch ein Motiv wie zum Beispiel einen Kirchturm bietet. Solche Fotos sind meist spannender, als wenn nur in den Himmel fotografiert wird

Übung macht den Meister
Wer schon vor Silvester üben will, macht das am Besten zu Hause mit Wunderkerzen. Damit kann man vor allem ein gutes Gefühl dafür kriegen, welche Effekte die Dauer der Belichtungszeit mit sich bringt. Bei einer kurzen Belichtungszeit werden die Funken einzeln als Punkte abgelichtet, bei einer längeren Belichtungszeit wird der Funkenflug als Linie abgebildet. Und je länger die Belichtungszeit, desto mehr Lichteffekte werden in einem Foto festgehalten, die Wunderkerze wirkt also voller. Machen Sie am Anfang ein Foto mit einer Belichtungszeit von 1/125s und ein Foto mit 1s und vergleichen Sie die Wirkung. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch, jeder kann nach seinem Geschmack experimentieren.

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